Der Staudamm - Filmkritik (Festival Augenblick)

Filmpräsentation:

Der Staudamm ist ein deutsches Drama von Thomas Sieben, das im Jahre 2013 gedreht wurde. Die Hauptfiguren sind Roman (von Friedrich Mücke gespielt) und Laura (Live Lisa Fries). Die Nebenrollen sind Dr. Schadt (Dominic Raacke), der Dorfpolizist (Arnd Schimkat), Lauras Mutter (Carolin Fink) und Romans Ex-freundin (Lucy Wirth). Der Film dauert 88 Minuten.

Synopsis:

Der Staudamm ist die Geschichte von Roman, einem jungen Mann zwischen 25 und 30 Jahren, der für einen Freund seiner Mutter, (den Staatsanwalt Herr Dr. Schadt), arbeitet. Er muss die Aufzeichnungen lesen und aufnehmen. Eines Tages muss er einen Ordner aus einer kleinen Provinz holen. Roman wird Laura treffen, die den Amoklauf in einer Schule überlebt hat.

Filmanalyse:

Die Hauptfiguren des Films der Staudamm sind zwei junge Leute, die nicht mit sich selbst im Reinen sind. Wir können drei wichtige Punkte hervorheben: zuerst einen allgemeinen Punkt, der alle Jugendlichen betrifft, nämlich einen Platz in der Gesellschaft zu finden und dem Leben einen Weg geben. Dann gibt es das Thema des Unverständnisses, weil, wenn so ein schreckliches Ereignis geschieht, jeder die Gründe verstehen möchte. Wie ist es dazu gekommen? Schließlich müssen alle diesen Vorfall aufarbeiten, um etwas Neues aufzubauen und ein normales Leben wiederherzustellen. Tatsächlich müssen sie damit leben, weil sie es nie vergessen werden.

Roman ist zwar fast 30, aber er verhält sich wie ein Jugendlicher, der noch nicht seinen Platz in der Gesellschaft gefunden hat. Zum Beispiel spielt er noch Xbox und findet keine Zeit für seine Freundin. Wenn er Laura trifft, muss er erwachsen sein, weil Laura seine Hilfe braucht. Laura ist von dem Schulamoklauf und von dem Tod von Peter Wagner, (der Junge, der 17 Schüler getötet hat) traumatisiert. Sie kann nicht mehr ein normales Leben führen und sieht in Roman Hoffnung. Roman kann Peter nicht verstehen. Durch seine Nachforschungen ermöglicht er Laura einen Strich durch diese Geschichte zu machen. Wir finden in ihm einen Mangel an Liebe. Sie hat keine Mutter, die auf sie aufpasst, und hatte keine schöne Zeit im Gymnasium.

Während der ganzen Geschichte entdecken wir die Orte dieser dramatischen Geschichte: die Schule, den Staudamm, wo Peter gestorben ist, aber auch sein Haus. Die Geschichte zeigt Landschaften des Allgäu, Bilder von Bergen und den langen Läufen Romans. Auf diese Weise können wir Gerichte der Untersuchungen hören, die sehr wichtig für das Verständnis des Films sind. Roman erlebt die Szene des Schulamoklaufs, als er mit Laura in die Schule geht. Es ist sehr wichtig für ihn, weil er ihn zu verstehen versucht. Wenn er in der Schule ist, schlüpft er in Peters Haut. Laura gibt auch Roman das Tagebuch von Peter. Wir erfahren dort, dass Peter seit einer langen Zeit keinen eignen Platz im Leben gefunden hatte. Er fühlte sich nicht wie die anderen. Wir erfahren auch, dass er Laura liebte. Für Laura war er nur ein seltsamer Freund, aber sie hat keine klaren Erinnerungen, weil der Zwischenfall sie desorientiert hat.

Am Ende muss Roman wieder nach München fahren und er nimmt Laura mit. Der Film endet mit einem Lichtvorhang am Ende eines Tunnels. Wir können zwei Hypothesen vorschlagen: Es kann ein Symbol für Öffnung sein. Roman und Laura finden einen richtigen Platz in der Gesellschaft. Sie fliehen von diesem Ort, der zu viele Erinnerungen in Laura wachruft, um ein neues Leben aufzubauen. Es ist ein neuer Anfang: „Ende gut, alles gut“. Von einer dramatischen Seite aber kann es der Selbstmord von Laura sein, indem er Roman geführt hat. Trotz der Bemühungen von Roman kann sie nicht Peter vergessen. Es könnte das Schicksal von diesem tragischen Mädchen sein, die gar nichts verlangt hatte.

Es ist nicht einfach von einem Ereignis wie Schulamoklauf zu sprechen. Aber Thomas Sieben benutzt den externen Blick von Roman, um diese Geschichte zu erzählen. Keine gewalttätigen Szenen werden gezeigt. Es kann ein guter Weg für die Eltern sein, um zu trauern. Der ganze Ort ist davon markiert. Dieser Film kann auch als eine Huldigung an die Opfer von verschiedenen Schulamokläufen sein.

Der Staudamm ist zur gleichen Zeit eine traurige und eine hoffnungsvolle Geschichte, die kein richtiges Ende hat. Deshalb öffnet der Film eine Tür zur Phantasie. Der Zuschauer kann sich selbst das Ende vorstellen. Der Titel Der Staudamm passt gut, weil es der Ort ist, wo Peter gestorben ist. Außerdem hatten Roman und Laura einem Staudamm zwischen ihnen und den anderen gebaut. Laura und Roman brauchen sich gegenseitig. Letztendlich sind es unsere Begegnungen, die unser Leben verändern.

ARCAY Emmanuelle, élève de seconde abibac

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